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Jack.b.

Pflegestelle Berlin

Update 09.01.2018:

Jack befindet sich seit inzwischen drei Wochen in einer Berliner Pflegestelle und hat nur noch wenig mit dem Hund gemein, der Mitte Dezember aus Bulgarien kam.

Äußerlich hat er sich erheblich verändert. Er hat gut fünf Kilo zugelegt und liegt jetzt bei seinem Idealgewicht von rund 25 Kilo. Auch die Blessuren und Wunden, die er hatte sind weitestgehend verheilt. Lediglich eine noch kahle Stelle an seinem Hals, zeugt von der Kettenhaltung, der er in seiner ehemaligen Heimat ausgesetzt war. Aber auch dort beginnt allmählich wieder Fell zu wachsen.

Jack präsentiert sich als extrem verschmust und hat auch in den vergangenen Wochen seinen Spaß am Spielen entdeckt, sowohl mit seiner Familie, als aber auch alleine. Er ist ein sehr neugieriger Hund, der seine Umwelt Stück für Stück erkundet und seine „Familie“ konstant beobachtet, um neues zu lernen. Dabei adaptiert er Neues schnell. Wusste er am ersten Tag noch nicht mal wie er mit der Eingangstreppe im Haus der Pflegestelle umzugehen hatte, sind Treppen, aber auch Aufzüge, Autos etc. für ihn kein Problem mehr. Insbesondere Autofahren mag er sogar. Er ist bei der Pflegestelle bereits einige hundert Kilometer Auto gefahren, ohne dass ihm einmal schlecht wurde o.ä.

Auch an seinen Namen hat er sich inzwischen gewöhnt und reagiert darauf, wenn er gerufen wird. Selbst erste Gehorsamsübungen tragen Früchte. Dennoch ist Jack auf dem Stand eines sehr jungen Hundes, der noch viel Lernen will und muss und dementsprechend gerade in der Anfangsphase noch Geduld und eine stetige Begleitung braucht.

Dennoch ist er dahingehend sehr „pflegeleicht“, da er sich sehr an seinem Herrchen oder Frauchen orientiert. Wenn man sich beispielsweise irgendwo anstellt (im Laden oder an einem Marktstand), setzt Jack sich geduldig daneben. Wenn man am Schreibtisch arbeitet, legt er sich unter oder neben den Schreibtisch. Hektik oder Ungeduld sind dem Hund weitestgehend fremd. Lediglich, wenn er anderen Hunden begegnet, kommt der Spieltrieb durch. Hier ist zu erwähnen, dass Jack ganz schön Kraft entwickelt hat. Kinder oder Personen, die schlecht zu Fuß sind, sollten mit dem Hund – bis er nicht besser erzogen ist – nicht alleine spazieren gehen. Nicht, weil er aggressiv ist, sondern einfach weil er zu kräftig ist.

Aggressiv ist er nie – kein Bellen, kein Knurren. Anderen Tieren (Hunden, Katzen) begegnet er neugierig und offen (teilweise auch mit einer gewissen Zurückhaltung), aber nie aggressiv.

In den letzten drei Wochen wurde er auch – im Wesentlichen – zur Stubenreinheit erzogen. Kleinere „Unfälle“ (nur flüssig) können hin und wieder dennoch passieren. Die sind vermutlich auf Struvitkristalle in der Blase zurückzuführen, die zeitweise einen unkontrollierten Harndrang verursachen können. Dies ist auf Mangelernährung in der Vergangenheit zurückzuführen und sollte sich durch entsprechendes Futter bis Mitte/Ende Januar gänzlich erledigt haben. Bereits jetzt sind deutliche Fortschritte erkennbar. Inzwischen hält er – im Normalfall – tagsüber 4-5 Stunden und nachts auch gut 10 Stunden durch.

Jack ist ein circa 2 Jahre junger Mischlings-Rüde, der aus dem Tierheim Ruse in Bulgarien stammt.  Er lebte dort ohne jegliche Zuwendung an der Kette. Er hatte großes Glück und konnte in eine Pflegestelle nach Berlin reisen. Jack kam völlig abgemagert  mit nur 19 Kilo und dehydriert  in Berlin an. Er konnte weder Wasser noch Nahrung in sich behalten, da sein Körper regelmäßige Nahrungszufuhr wohl nicht mehr gewöhnt war.  Er hätte in Bulgarien sicher nur noch wenige Tage überlebt. Er hat einen Magen-Darm-Infekt wo gegen er nun mit Antibiotikum behandelt wird.  Zudem hat der arme Bub einige Wunden auf dem Körper. Jack verhält sich im Haus ruhig .  Er  braucht nun viel Liebe und Fürsorge um seine schlimme Vergangenheit vergessen zu können.  Jack hat eine Schulterhöhe von etwa 54 cm und wiegt momentan 23,5 Kilo. Der liebe Schatz versteht sich auch gut mit Katzen.

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Jack wird kastriert, geimpft, gechipt, negativ auf Mittelmeerkrankheiten getestet, entwurmt und mit EU-Heimtierausweis vermittelt. Inklusive der Reisekosten beträgt seine Schutzgebühr 350,-Euro.

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