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Informationen

Liebe Interessentin, lieber Interessent, herzlichen Dank, dass ihr einem Hund das Leben retten möchtet.

Wichtige Punkte, die wir gerne auch noch telefonisch miteinander besprechen können, findet ihr hier schon einmal schriftlich.
So können wir sicher gehen, dass keine Missverständnisse auftreten.

Solltet ihr noch Fragen haben, zögert bitte nicht, uns zu kontaktieren. Gerne stehen wir euch für ein Gespräch zur Verfügung.


Ein Tier aus dem Ausland:
Hunde aus dem Tierschutz sind im ersten Jahr von der Hundesteuer befreit, (dieses ist aber Gemeindeabhängig).Paragraph 5 Absatz 5

http://www.berlin.de/imperia/md/content/balichtenberghohenschoenhausen/gesetze-vorschriften/hustg.pdf?start&ts=1252793217&file=hustg.pdf


Bitte bedenkt auch:

Einige Tiere haben zum Teil Furchtbares erlebt und mussten lange Zeit an einem schrecklichen Ort ausharren.

Es ist gut möglich, dass das Tier am Anfang mit Durchfall oder ggf. auch mit Erbrechen reagieren kann.
Auch kann ein Hund trotz Entwurmung vor Ort noch Würmer in sich tragen. Daher ist es nie ausgeschlossen, dass einer von fünf Hunden trotzdessen noch mit Würmern zu kämpfen hat. Es kann auch passieren, dass ein Hund Milben oder Flöhe hat.

Auch kann verständlicherweise auf ein Lebewesen keine Gesundheitsgarantie oder Charaktergarantie gegeben werden, wem das nicht bewusst ist, sollte kein Tier aufnehmen, egal woher es stammt.

Hinzu kommt der Flugstress, die Umstellung des Klimawechsels. Auf das Impfen, Entwurmen, ggf. Flohkuren reagieren manche Tiere sehr empfindlich. Trotz unser bestmöglichen Pflege vorab und medizinischer Untersuchung darf nicht vergessen werden, dass das Tier nicht aus einer gut geführten Pension kommt, sondern aus einer Perrera oder Auffangstation bzw. Tötungsstation und dort unter katastrophalen Bedingungen leben musste.

Natürlich kann es vorkommen, dass das Tier dreckig ist oder stinkt, evtl. auch mal Zecken versteckt mit sich führt.
Die Hunde vor Ort bekommen fast nie artgerechtes Futter, die Umstellung kann daher ggf. etwas dauern.
Die Hunde werden dort auf der Straße aufgegriffen oder abgegeben und zusammen mit anderen Leidensgenossen in kleinste Zwinger gesetzt. Zu fressen bekommen sie oft nur Abfälle. Krankheiten und/oder Unverträglichkeiten interessieren keinen.

Fundhunde werden in der Tötungsstation gerade einmal drei Wochen aufbewahrt - abgegebene können sofort getötet werden. Spätestens wenn die Zwinger voll sind, "räumt" der Tierarzt (nicht human wie hier im Lande) auf und das Ganze beginnt von vorne.

Hunde, die das Glück haben nicht aufgegriffen zu werden, laufen Gefahr, zu verhungern, zu verdursten oder werden vergiftet, erschlagen oder einfach "nur" überfahren.
Chancen haben sie ebenso wenig wie die Hunde in der Perrera (Tötungsstation). Hunde, die dort im Tierheim leben fristen es dort ein Leben lang, wenn sie nicht wahllos getötet werden, verhungern oder von den anderen Tod gebissen werden.
Ein Leben unter ständigem Stress im engen Beton-Käfig zwischen viel zu vielen Leidensgenossen. Ohne eine liebende Hand, ohne jemals den Käfig zu verlassen....

Warum muss man für ein Tier noch eine Schutzgebühr bezahlen?

  • Eine Impfung kostet (je nach Land) zwischen 20 und 50 Euro
  • Ein Bluttest-Mittlemeertest zwischen 50 und 120 Euro
  • Ein Parasitentest zwischen 15 und 60 Euro plus Versorgung mit Advocate
  • Ein EU-Impfpass kostet zwischen 2 und 5 Euro
  • Chippen des Tieres (je nach Land) zwischen 30 und 45 Euro
  • Eine Wurmkur kostet, abhängig von Gewicht des Tieres ca. 2 bis 15 Euro
  • Die Kastration eines Rüden kostet (je nach Land) zwischen 50 und 150 Euro eine Hündin zwischen 75 und 250 Euro
  • Der Transport/Flug kostet zwischen 100 und 300 Euro plus die Kosten für Trace-Papiere zwischen 35 und 50 Euro pro Hund
  • Das Futter für 1 Tag im Tierheim im Ausland bzw. in Deutschland kostet (je nach Hund) zwischen 0,50 und 3 Euro

Die Hunde werden vor Abreise komplett geimpft, gechipt, und je nach Alter kastriert sowie ein Bluttest auf verschiedene Mittelmeerkrankheiten durchgeführt. Auch sind die Hunde mehrfach entwurmt und besitzen einen EU-Heimtierausweis.

Diese Fixkosten geben allerdings nicht die tatsächlichen Kosten wieder, denn fast jeder Hund bedarf einer zusätzlichen medizinischen Versorgung, sei es auch nur ein Aufbaupräparat für ein geschwächtes Immunsystem, einen Husten oder eine Durchfallerkrankung, eine Operation nach Unfall, Misshandlung, Beißerei oder einer Krankheit.

Abgesehen davon bezahlen wir Helfer*innen aus eigener Tasche (Transportwege inkl. Maut zum und vom Flughafen, zu Vor- und Nachkontrollen, Telefonate, etc.). Zubehör wird benötigt, wie Unterbringung, Näpfe, Leinen, Halsbänder, Transportboxen, Handtücher, Decken etc. das alles muss erhalten und ggf. erneuert werden.

Einige Tiere werden, um sie zu retten, in einer Tierpension oder Pflegestelle untergebracht, was erhebliche Mehrkosten pro Hund bedeutet, sodass die Schutzgebühr letztendlich nicht einmal die in Deutschland entstandenen Kosten decken kann, geschweige denn die Kosten, die bereits im Ausland entstanden sind.

Du siehst und verstehst nun hoffentlich, dass Schutzgebühren keinesfalls irgendeinen Tierschützer reich machen, und der Betrieb eines Tierschutzvereines erheblich freiwilligen Leistungen und Geld- oder Sachspenden abhängig ist.

Ganz abgesehen von der körperlichen, zeitlichen und psychischen Kraft, die ein Tierschützer aufbringen muss. Es geht auch nicht darum, ein Leben mit Geld aufzuwiegen, jedoch kommen wir alleine mit Tierliebe leider auch nicht weiter, so müssen die Schutzgebühren natürlich dazu beitragen, die Arbeit überhaupt am Leben zu erhalten, um weiteren Tieren helfen zu können.

Die Schutzgebühren belaufen sich daher zwischen 150 und 420 Euro. Je nach Fall, Alter und Land. Gnadenplatz Hunde werden ohne Schutzgebühr vermittelt.

Die meisten Hunde kommen in der Regel direkt aus der Perrera. Aufgrund der dortigen Situation (Stress, Kälte im Winter, Hitze im Sommer, Parasiten, schlechtes/ wenig Futter etc.) bauen vor allem die Sensiblen unter ihnen sehr schnell ab – ohne dass die Leitung der Perrera unserer Einschätzung nach ausreichend gegensteuert.

Die Charakterbeschreibungen der Tiere stammen von den Helfer*innen in der Perrera. Nach unserer Erfahrung, haben sie sich in den meisten Fällen als sehr zutreffend erwiesen. Das bedeutet aber nicht, dass sich das Verhalten des Hundes unter neuen Umständen – Leben in einer Familie etc. – nicht ändern kann.

Erkrankungen, Parasitenbefall, Verwurmung und natürlich offensichtliche Erkrankungen des Hundes werden von der Leitung der Perrera behandelt, trotzdem kann es sein, dass ein Hund, wie oben angegeben, Parasiten mit sich bringt.

Wir, die euch einen Hund aus dem Ausland vermitteln, sind ehrenamtliche Helfer*innen.

Sollten sich Fragen im Zusammenleben mit eurem neuen Hausgenossen ergeben oder gar Probleme auftreten, werden wir uns selbstverständlich bemühen, euch zu helfen. Wir haben jedoch nicht die Möglichkeit, euch den Hund abzunehmen, falls ihr das Tier nicht mehr haben möchtet. Gerne unterstützen wir euch jedoch dabei, ein neues zu Hause oder eine geeignete Pflegestelle für den Hund zu finden. Bitte berücksichtigt aber, dass dies nicht immer von heute auf morgen möglich ist.

Die Hunde werden per Flug- oder Landtransport mit Traces nach Deutschland gebracht.

Die Hunde werden nur nach seriösen Tierschutzgepflogenheiten auf eine Pflege- oder Endstelle gesetzt. D.h. wir lassen uns einen Fragebogen (Selbstauskunft) ausfüllen und - bevor der Hund reisen kann - wird ein Vorbesuch organisiert, damit wir oder ein von uns Beauftragter euch persönlich kennenlernen und sich vom zukünftigen Pflegeplatz oder Zuhause des Hundes ein Bild machen kann.

Falls ihr an einem Erfahrungsaustausch mit Menschen interessiert seid, die bereits einen Hund von uns in Pflege genommen oder adoptiert haben, vermitteln wir euch gerne entsprechende Kontakte.

Und nochmals ganz herzlichen Dank, dass ihr das Leid eines oder mehrerer Hunde lindern möchtet. Ohne die Unterstützung von Menschen wie euch wäre die Welt an manchen Tagen schwer zu ertragen.

Herzliche Grüße euer Team vom Hunderettung e.V.

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